Zwischen Zeitung und Kapitel 2
- Angela Ostermann

- 19. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Ich hab wirklich nur kurz nicht aufgepasst … und plötzlich steh ich in der Zeitung.
Also so richtig. Mit meinem Namen.
Mit dem, was ich mache.
Ich sitz da, les das … und denk mir nur: Okay … krass.
Nicht dieses gigantische „OMG, mein Leben verändert sich“ – krass. Eher so ein leises: „Seit wann bin ich so mutig geworden?“
Weil für mich hat sich nichts geändert.
Hier sieht’s immer noch aus wie vorher. Zu viele Gedanken, zu wenig Zeit, irgendwo kalter Kaffee und mindestens drei Sachen gleichzeitig angefangen.
Ich schreib immer noch zwischen allem. Zwischen „Mamaaa“ und „warte kurz, ich muss mir das merken“.
Nur dass jetzt plötzlich jemand draufschaut und sagt: „Das ist mehr als nur nebenbei.“
Und ich sitz da und denk mir … War es das nicht schon immer?
Ich habe nie angefangen, weil ich irgendwas damit erreichen wollte. Ich hab angefangen, weil ich’s sonst nicht mehr ausgehalten hätte, es nicht aufzuschreiben.
Das ist so der unromantische Teil an der ganzen Sache.
Und jetzt sitzt da jemand, stellt Fragen, schreibt das auf … und andere lesen das.
Ich komm da offen gesagt selbst noch nicht ganz hinterher. 😅
Und während das alles draußen passiert … läuft drinnen halt einfach weiter.
Band 2.
Nicht spektakulär. Nicht dieses große „Jetzt wird alles anders“.
Einfach … Ich geh weiter.
Und der Unterschied zu vorher? Ich versteck mich weniger.
Nicht komplett, so weit sind wir bisher nicht, 😄 aber ein bisschen mehr ich.
Weniger dieses „Ich muss das richtig machen“ und mehr dieses „Joa … so ist es jetzt halt“.
Und irgendwie fühlt sich genau das schwerer an als alles andere davor.
Weil gesehen werden, ist das eine. Aber wirklich zeigen… Das ist nochmal was anderes.
Und dann kommt halt noch das echte Leben dazu.
Kinder, Haushalt, alles gleichzeitig.
Und ich so: „Ja, moin, ich versuch hier grad irgendwie alles zu machen und gleichzeitig nicht komplett durchzudrehen.“
Spoiler: klappt mal besser, mal gar nicht 😄
Ich merk einfach, dass ich an meine Grenzen komme, wenn ich alles auf einmal will.
Schreiben. Musik. Podcast. Social Media.
Und irgendwo dazwischen auch noch kurz atmen.
Ich dachte immer, ich müsste einfach nur schneller werden. Mehr machen. Besser werden. Mehr raushauen.
Aber eigentlich ist es genau andersherum.
Ich muss nicht schneller werden. Ich muss aufhören, mich selbst zu überholen.
Das Interview ist so ein Moment, wo ich kurz stehenbleibe und denk: „Okay … das ist schon irgendwie besonders.“
Aber es ändert nichts daran, warum ich angefangen habe.
Und Band 2 ist genau das. Nicht perfekt. Nicht glatt.
Aber näher dran an dem, was ich wirklich schreiben will.
Vielleicht ist das alles gerade kein „perfekter Zeitpunkt“. Für Sichtbarkeit. Für ein neues Buch. Für dieses ganze Chaos.
Aber ehrlich …
Wann war bei mir jemals irgendwas perfekt getimt 😄
Ich geh einfach weiter.
Mit Kaffee. Mit Chaos. Und mit Buch 2.



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