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Zwischen Chaos, Kaffee und kleinen großen Momenten – meine Woche

  • Autorenbild: Angela Ostermann
    Angela Ostermann
  • 15. März
  • 3 Min. Lesezeit



Diese Woche hatte wirklich alles. Chaos, Kinder, Schreiben, ein bisschen Nervosität – und ein paar Momente, bei denen ich kurz innehalten musste, weil ich gemerkt habe: Da passiert gerade wirklich etwas.

Der Wochenstart war erst mal noch Familienmodus. Die Kinder waren zwar wieder fit, aber Schule und Kindergarten waren bis Montag noch keine Option. Bedeutet: drei Kinder zuhause mit voller Energie. Jeder, der das kennt, weiß ungefähr, wie laut und lebendig ein Haus dann werden kann. Nach dem Wochenende war ich offen gesagt auch ziemlich durch – erst Minimaus krank, dann Flocke und danach meine Große. So eine Krankheitsstaffel fühlt sich immer ein wenig an wie Dominosteine. Kaum steht einer wieder, fällt der nächste. Zum Glück sind jetzt wieder alle auf den Beinen, aber das Wochenende war … sagen wir mal … intensiv.

Ab Dienstag kam dann langsam wieder Struktur rein. Schule, Kindergarten, Katzen, Hund, Wäsche, Kaffee. Das Übliche also. Und irgendwo dazwischen ich am Laptop mit meinen Büchern, Social Media, Ideen, Videos und ungefähr fünfzig offenen Tabs im Kopf.

Und dann gab es diese Woche tatsächlich ein paar Highlights, bei denen ich kurz sehr breit gegrinst habe.

Das größte: Ich habe die Zusage für die Berliner Buchmesse bekommen. Ja. Wirklich. Ich musste die Mail zweimal lesen, um sicherzugehen, dass ich mich nicht verlesen habe. Ich, Chaosmama mit Laptop und Kaffee, fahre mit meinen Büchern auf eine Buchmesse. Das fühlt sich immer noch ein wenig surreal an.

Dann ist diese Woche auch noch mein YouTube-Start passiert. Ich habe angefangen, mein erstes Buch einzulesen. Ganz ohne Studio, ohne Profi-Equipment – einfach mit dem, was ich habe, und sehr viel Herz. Der Prolog ist draußen und jetzt taste ich mich langsam weiter vor. Es ist ein bisschen aufregend, seine eigenen Worte plötzlich laut auszusprechen und zu wissen, dass andere Menschen zuhören könnten.

Ein Moment hat mich diese Woche aber besonders berührt. Ich war im Kindergarten und habe dort von meinem Kinderbuch erzählt. Die Erzieherinnen waren wirklich gerührt und total begeistert – und gleichzeitig mussten wir gemeinsam lachen, weil wir alle festgestellt haben: Das Buch ist eigentlich nicht für Kindergartenkinder gedacht. Es ist eher für die ausgewachsenen Leser. Trotzdem war dieser Moment atemberaubend, weil man gemerkt hat, dass die Geschichte Menschen berührt.

Nebenbei habe ich noch etwas gemacht, was sich auch ein bisschen wie ein Sprung ins kalte Wasser angefühlt hat: Ich habe einer regionalen Zeitung geschrieben. Einfach mal gefragt, ob sie vielleicht Lust haben, über meine Bücher zu berichten. Jetzt heißt es erst mal warten.

Und als wäre das noch nicht genug gewesen, habe ich auch noch etwas für ein Fantasy-Magazin geschrieben. Auch dort heißt es jetzt: Warten.

Und warten.

Und warten.

Was besonders lustig ist, weil Geduld definitiv nicht meine größte Stärke ist. Ich bin eher der Typ „Idee – machen – schauen, was passiert“. Aber manche Dinge brauchen eben Zeit.

Der Rest der Woche war dann wieder das ganz normale Leben. Haushalt, Kinder, Tiere, Ideen auf Zettel schreiben, Kaffee trinken, versuchen, den Überblick zu behalten und zwischendurch immer wieder an meine Geschichten denken.

Und irgendwo zwischen Katzenpfoten auf der Tastatur, Kinderlachen im Hintergrund und einem Staubsauger mit sehr eigenem Duft merke ich immer wieder: Genau hier entstehen meine Geschichten.

Mitten im Leben.

Nicht perfekt. Nicht ruhig. Aber echt.

Und jetzt bin ich gespannt, was nächste Woche wieder passiert. Bei mir weiß man das ja nie so genau.

Aber eine Sache ist ziemlich sicher: Der Kaffee bleibt. ☕

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