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Zwischen KDP, Kaffee und kurz vorm Hinschmeißen

  • Autorenbild: Angela Ostermann
    Angela Ostermann
  • 1. März
  • 2 Min. Lesezeit



Wenn ich mir die letzte Woche anschaue, frage ich mich ehrlich, ob das sieben Tage oder sieben Prüfungen waren.

Es war alles dabei.

KDP-Drama. Cover-Drama. Manuskript-Drama. „Warum sind da plötzlich Fehler?“ – Drama. Und natürlich mein persönlicher Endgegner: Perfektionismus.

Zwischendurch hatte ich mindestens drei Momente von „Ich lasse das alles. Ich kann das nicht.“

Und dann saß ich wieder da. Mit Kaffee. Und habe weitergemacht.

KDP vs. Angi – Runde 47

Ich glaube, ich habe mehr Zeit damit verbracht, Seitenzahlen zu zählen, als tatsächlich zu schlafen: 202 Seiten, 200 Seiten, 196 Seiten. Bundsteg. Rand. „Datei wird nicht akzeptiert.“

Es ist faszinierend, wie sehr ein kleines Programm es schafft, an den Nerven zu zerren.

Aber weißt du, was noch faszinierender ist?

Dass ich nicht aufgegeben habe.

Das Cover, das eigentlich perfekt war (nur nicht für KDP)

Ich liebe mein Cover. Wirklich.

Und trotzdem saß ich da und dachte: „Vielleicht ist es einfach nicht gut genug.“

Nicht, weil es schlecht ist. Sondern weil Perfektion flüstert: „Da geht noch mehr. Da ist noch ein Fehler. Du bist noch nicht fertig.“

Spoiler: Man ist nie fertig. Man ist nur mutig genug, es trotzdem zu veröffentlichen. Der leise Teil hinter dem Chaos

Was diese Woche eigentlich anstrengend gemacht hat, waren nicht die Programme.

Es war die Angst.

Die Angst, Fehler zu machen. Die Angst, nicht ernst genommen zu werden. Die Angst, sichtbar zu sein.

Und während ich das alles jongliert habe, liefen hier Termine mit den Kindern, Alltag, Haushalt, Leben. Ganz normal. Ganz laut. Ganz echt.

Ich glaube, viele sehen am Ende nur: „Sie hat veröffentlicht.“

Was sie nicht sehen: die Zweifel. Die 3-Uhr-nachts-Gedanken. Die „Warum tue ich mir das an?“-Momente. Und trotzdem …

Ich sitze hier. Mit meinem Kaffee. Und schreibe diesen Blog.

Nicht, weil alles perfekt ist. Sondern weil ich gelernt habe, dass Mut nicht bedeutet, keine Angst zu haben.

Mut bedeutet, es mit Angst trotzdem zu tun.

Ich bin nicht die Hochglanz-Autorin mit perfektem Workflow. Ich bin Mama von drei Chaos-Guardians. Ehefrau eines ganz tollen Menschen. Mit fünf felligen Begleitern. Mit wenig Schlaf. Mit zu viel Kaffee. Und mit einer Geschichte, die raus in die Welt will.

Und vielleicht ist genau das mein Weg.

Nicht glatt. Nicht leise. Aber echt.

Wenn du das liest und gerade selbst irgendwo zwischen „Ich kann nicht mehr“ und „Ich mach’ trotzdem weiter“ steckst:

Du bist nicht allein.

Und manchmal ist Weitermachen schon der größte Erfolg.

– Angi ☕✨

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